Donnerstag, 7. Mai Freitag, 8. Mai

Programm Donnerstag, 7. Mai

08:00

Türöffnung / Willkommenskaffee

09:00

Begrüssung

09:15

Keynote 1

Arena

Von Beruf Lebenswelttouristin

Esther Indermaur, RN, MScN

Details


Esther Indermaur RN,MScN, Pflegeexpertin APN für Psychosoziale Pflege

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In der psychosozialen Pflege der Spitex darf ich jeden Tag neue Welten entdecken. Klientinnen und Klienten öffnen mir die Tür und ich erhalte aussergewöhnliche Einblicke in ihr Leben. Durch eine ganzheitliche Wahrnehmung kann ich verstehen wo die Auswirkungen ihrer Erkrankung ihren Alltag erschweren. Für das Behandlungsteam sind Empathie und Partnerschaftlichkeit zentral, die sich im Pflegeprozess spiegeln. Ich habe Menschen kennen gelernt, die auf ihre ganz eigene Weise mit ihren Herausforderungen umgehen und gemeinsam mit ihnen suche ich nach Wegen, wie sie im Leben wieder Fuss fassen können. Ich erzähle aus meinem Berufsalltag wie Pflege auch sein kann.

10:30

Kaffeepause in der Ausstellung

11:00

Sessions

Arena

History

Details


Vier Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. L’infirmière de bloc op. de la préhistoire à nos jours

Romain Gentina, Hôpital Cantonal de Genève

Der deutsche Abstract folgt in Kürze.



2. L'innovation propulsée avec l'histoire

Lindsay Rosa, Ligue genevoise contre le cancer

Der deutsche Abstract folgt in Kürze.



3. Europas erster Studiengang für Krankenschwestern - 1912

Clemens Rabes, Universitätsspital Basel


Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollzog sich in Leipzig (Deutschland) eine Revolution. Dank Agnes Karll (Mitgründerin des ICN, Begründerin der BOKD) wurde der erste Studiengang für Krankenschwestern, der sogenannte «Oberinnenlehrgang» geschaffen. Eine bis dato nur in den USA bekannte akademische Weiterentwicklung. Viele Jahre geriet dieser Studiengang in Vergessenheit und es existierten nur vage Daten in der Literatur. Entscheidende Anhaltspunkte und Belege fehlten. Bis zu dieser Arbeit.


4. Insel-Perspektiven: Zeitreise zu Entwicklungen in der Pflege

Karin Ritschard Ugi & Elisabeth Spichiger, Insel Gruppe

Jean-Paul Habegger & Kathrin Thormann, Inselspital Bern


Wir werfen nach 666 Jahren Pflege im Inselspital einen Blick zurück und schauen voraus auf Entwicklungen in der Pflege: vom 1354 gestifteten Seilerin-Spital mit neun Betten zur Insel Gruppe mit sechs Standorten. Unsere Zeitreise beleuchtet bleibende Werte wie Caring sowie Veränderungen bezüglich Patienten- und Angehörigenedukation, Organisation der Pflege und Berufsausbildung. Die Pflege hat sich zur Profession entwickelt und bietet weiterhin vielfältige Perspektiven in neuen Rollen.

Szenario

Psychiatrie & Demenz

Details


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Resilienzfaktoren: Pflegende Angehörige Demenzbetroffener

Stefanie Entner, Berufs- und Weiterbildungszentrum Sarganserland / HF Pflege


Aus der Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit von Menschen mit Alzheimerdemenz können grosse Belastungen für pflegende Angehörige entstehen. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Ressourcen und Resilienzfaktoren bedeutsam sind, um krankheitsbedingte Herausforderungen und häusliche Pflegeübernahme zu bewältigen. Für nachhaltigen Support durch Gesundheitsfachpersonen bedarf es der Bestandesaufnahme von Kontextfaktoren, die Belastung und Erholungsverhalten pflegender Angehöriger beeinflussen.


2. Evaluation der Drehscheibe RegioArbon

Eva Hollenstein, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften


Das Pilotprojekt Drehscheibe RegioArbon umfasst eine Demenz-Beratungsstelle, die interprofessionelle Fallkoordination für Personen in komplexen medizinischen, pflegerischen und sozialen Situationen sowie die Koordination involvierter Leistungserbringer. In einer qualitativen Studie wurden ihre Handlungsfelder, ihre Wirkung und die Zufriedenheit der Klientinnen und Angehörigen analysiert. Die Ergebnisse geben Aufschluss über den Grad der Bedürfniserfüllung sowie mögliches Verbesserungspotential.


3. Reden ist Gold. Schweigen ist gefährlich.

Christina Hegi, Suizid-Netz Aargau


Dieses Bildungsangebot dient der Suizidprävention im Alter und richtet sich gezielt an Multiplikator*innen aus der Pflege. Die Themen Suizid und Suizidprävention im Alter werden fachlich aktuell, didaktisch sinnvoll und ethisch korrekt vermittelt. Ein Zugewinn im Gestalten der Kommunikation zum Thema Suizidalität und Suizidprävention im Alter kann in die Praxis umgesetzt werden, erworbenes und aktualisiertes Wissen hilft, die Zusammenarbeit mit Fachstellen zu gestalten.


4. Pflege von Menschen mit Demenz in der Spitex

Barbara Hedinger, Spitex Stadt Luzern


Pro Tagesteam haben wir eine «Kontinuitätstour» für Menschen mit Demenz: Auf dieser Tour sind immer nur 4 Pflegende im Einsatz. Die fallführende Mitarbeiterin koordiniert alle Aufgaben für die Betroffenen und ihr Umfeld, kennt die externen Angebote und übernimmt deren Koordination als Entlastung für die pflegenden Angehörigen. Zudem führen wir einen Freiwilligendienst, bieten ein breites Weiterbildungsangebot für Fachkräfte sowie Kurse für Angehörige und engagieren uns in einem Netzwerk Demenz.


5. Schmerzen erkennen bei Menschen mit Demenz und richtig handeln

Anita Baumann, Spitex Zürich Limmat


Patienten können aufgrund kognitiver Schwierigkeiten ungenügend auf ihr Leiden aufmerksam machen, aber auch Pflegende reagieren nicht adäquat auf die Schmerzen ihres Gegenübers: Wissens- und Erfahrungslücken, Unsensibilität, Zeitnot oder mangelhafte Kommunikation mit dem Hausarzt sind einige der Ursachen.
Wie erkennen wir Schmerzen und wie können wir richtig handeln?

Aare

Digitale Transformation der Pflege

Details

1. Die Rolle der Pflege

Friederike J.S. Thilo, Christelle Progin, Alain Junger für die SBK Kommission «eHealth und Pflege»


Im Workshop geben wir Einblick und diskutieren wir mit Ihnen, wie die Pflege die digitale Transformation mitgestalten kann, um dadurch einen Mehrwert für die Patientenversorgung sowie die Professionsentwicklung zu generieren.


2. Pflegerelevantes Wissen für IT-Projekte

Martin Lysser undLucien Portenier für die IG Pflegeinformatik


Wir diskutieren mit den Teilnehmenden konkrete Fragen betreffend Informatik-Projekte aus ihrem alltäglichen Umfeld.

Panorama

Pratique des soins infirmiers

Details

nur auf Französisch


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Dépistage infirmier, prise en soin précoce de la dysphagie

Catherine Guidal, Hopitaux Universitaire de Genève


L’intervention « Revie? », centrée sur les ressources personnelles, vise l’amélioration du vécu des patients face à un cancer. Une étude a lieu aux Hôpitaux Universitaires de Genève afin d’évaluer l’effet de Revie? sur l’estime de soi des patients, leur bien-être spirituel, leur développement personnel, leur satisfaction de vivre et leur perception de l'interaction avec les infirmières. Les infirmières perçoivent un effet bénéfique pour le vécu des patients et pour leur posture professionnelle.


2. Intervention sur le récit de vie des patient avec un cancer

Camille Thentz, Haute Ecole de Santé de Genève


L’intervention « Revie? », centrée sur les ressources personnelles, vise l’amélioration du vécu des patients face à un cancer. Une étude a lieu aux Hôpitaux Universitaires de Genève afin d’évaluer l’effet de Revie? sur l’estime de soi des patients, leur bien-être spirituel, leur développement personnel, leur satisfaction de vivre et leur perception de l'interaction avec les infirmières. Les infirmières perçoivent un effet bénéfique pour le vécu des patients et pour leur posture professionnelle.


3. Mindfulness: une aide pour infirmières et patients?

Veronica Davitti, IOSI EOC


Les infirmières sont soumises à un stress physique et émotionnel grave avec des risques de burnout. La mindfulness aide ceux qui la pratiquent à être " présents dans l'ici et maintenant " et à être plus conscients d'eux-mêmes. L’objectif de ce travail est de réaliser une revue de littérature afin de comprendre comment la mindfulness peut aider les soignants à être plus “présents” avec les patients en améliorant de cette manière l’efficacité des soins et la capacité à gérer le stress du travail.


4. Impact du toucher-massage sur la douleur chronique

Camille Thentz, Haute Ecole de Santé de Genève

Le Toucher-Massage (TM) peut avoir des effets positifs sur la douleur chronique. Il peut permettre également au soignant de se sentir moins démuni face à la douleur, d’avoir de nouvelles ressources, d’éprouver un sentiment de bienfaisance et de contribuer ainsi à la qualité des soins. Partage d’expérience d’infirmières prodiguant le TM et de la méthodologie de l’étude mixte en cours aux Hôpitaux Universitaires de Genève.


5. Utilisation du NPWT à l'hôpital regionale de Mendrisio

Pamela Maffenini, Ospedale Regionale della Beata Vergine


Au cours des vingt dernières années, le perfectionnement des technologies pour le traitement des plaies difficiles à guérir, comme la thérapie par pression topique négative (NPWT) a permis une amélioration de la pratique clinique. L'analyse quantitative de l'utilisation de la méthode (2017), a permis de réaliser un audit clinique. Les données ont été comparées aux preuves scientifiques actuelles, afin de mettre en évidence les alignements et/ou les écarts par rapport à la pratique clinique.

12:15

Mittagspause in der Ausstellung

13:15

Sessions

Arena

Pädiatrie

Details


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Stillassessments – mit Systematik punkten

Rahel Hopf, Lindenhofgruppe Bern, Stillberatung


«Jede Pflegende erzählt etwas anderes!» Frisch gebackene Eltern sind verunsichert, wenn sie zum Stillen unterschiedliche Informationen erhalten. Einheitliche Empfehlungen basieren auf einer einheitlichen Einschätzung der Stillmahlzeit. Wir haben das Bristol-Breastfeeding-Assessment-Tool und das Bristol-Tongue-Assessment-Tool gemeinsam mit der Berner Fachhochschule Gesundheit übersetzt und implementiert. Hören Sie Vor- und Nachteile der Tools und erste Erfahrungen auf einer Wochenbettstation. 


2. Référentiel Allaitement Maternel - Intranet HUG

Christina Lombardo, Hopitaux Universitaire de Genève


Der deutsche Abstract folgt in Kürze.


3. Une approche de soins déclinée auprès des familles

Marie-Catherine Béguin, AVASAD


Der deutsche Abstract folgt in Kürze.


4. Vision unitaire et infirmier-e en milieu scolaire

Béatrice Casini Matt, Unité PSPS/AVASAD


Der deutsche Abstract folgt in Kürze.


5. Stillen oder nicht Stillen? Eine wichtige Entscheidung

Inge Werner, Universitätsspital Zürich


Stillen ist die biologische Norm in der Ernährung eines Säuglings und hat sowohl kurz- als auch langfristige Vorteile für Mutter und Kind. Die elterliche Entscheidungsfindung zur Ernährung des Kindes ist komplex und von diversen Einflussfaktoren abhängig. Eine umfassende pflegerische Beratung unterstützt Eltern auf ihrem Weg der Entscheidung. Dieses Pflegeprojekt zeigt die Entwicklung eines systematischen Pflegegespräches zur informierten, elterlichen Entscheidungsfindung auf.

Szenario

Lernen

Details


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Auf den Spuren der ‘Blutentnahme des Schreckens’

Pia Mayer, Stadtspital Waid und Triemli


Die Blutentnahme gehört zum Arbeitsalltag vieler Pflegepersonen und ist ganz einfach. Doch ist das wirklich so? Bei genauerer Betrachtung zeigt sich ein anderes Bild und aus der vermeintlich einfachen pflegerischen Verrichtung wird ein komplexer Arbeitsablauf mit vielen Stolpersteinen und Aha-Momenten.
Anhand verschiedener Videosequenzen soll die eigene Technik der Blutentnahme kritisch überprüft und reflektiert werden. Finden wir auch alle Fehler?


2. Sondenmanagement – Risiken und Nebenwirkungen

Priska Schuler, Stadtspital Waid und Triemli


Ein Wirrwarr an Material und Weisungen im Sondenmanagement. Wie findet man da den richtigen Weg, um die notwendigen Lage-Kontrollen, das Spülen oder die Verabreichung von Medikamenten korrekt durchzuführen?
Eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fragestellungen sowie die verbindlichen Massnahmen wurde am Stadtspital Waid und Triemli gemeinsam mit der Ernährungsberatung und Ernährungskommission erstellt. Machen Sie sich ein Bild zu Risiken und Nebenwirkungen des Sondenmanagements.


3. Attraktives Lernen: One Minute Wonder und Instruktionsvideos

Sabine Bigler, Lindenhofgruppe Bern


Wie kann im Praxisalltag bei knappen Zeitressourcen Pflegewissen vermittelt werden? Im Zeitalter von YouTube setzen wir vermehrt auf kurze Videos, die pflegerische Handlungsabläufe zeigen. One Minute Wonder bilden nach englischem Vorbild pflegerisch-medizinisches Wissen auf einer Seite attraktiv mit Bildern, Grafiken und wenig Text ab. Der Inhalt kann in einer Minute während Wartezeiten im Alltag erfasst werden. Wir zeigen auf, was diese beiden Methoden attraktiv aber auch risikoreich macht.


4. Fit für den Arbeitsmarkt

Barbara Rebsamen, SBK-Stellenvermittlung


Wie und wo sucht man am besten eine neue Stelle? Mit welchen Dokumenten bewirbt man sich? Worauf sollte man beim Lebenslauf achten? Worauf beim Bewerbungsschreiben? Was tun, wenn es Einschränkungen gibt bei der Jobsuche? Welche Unterstützung kann die SBK-Stellenvermittlung bieten? Antworten auf diese Fragen, anschaulich gemacht mit Beispielen, gibt das kurze Referat.


5. HF Studierende entdecken die Pflegeforschung für ihre Praxis

Elisabeth Schreier, BBZ Olten, Höhere Fachschule Pflege


Zum 13. mal gestalten Studierende der Höheren Fachschule Pflege in Olten einen schulinternen Pflegeforschungskongress in Form von Posterpräsentationen und Workshops. Hierbei präsentieren sie einem breiteren Publikum aus Schule und Praxis vorgefundene  Ergebnisse aus Forschung, und deren möglichen Transfer in die Praxis, aufgrund einer selbstentwickelten, praxisrelevanten Fragestellung. Diese Form der Auseinandersetzung trägt dazu bei, die eigene Unsicherheit vor der Forschung zu reduzieren.

Aare

Organisation

Details



Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. ‘Digitale Pflege’ – welche Kompetenzen? Ein Überblick

Anouk Haldemann, Berner Fachhochschule


Der technologische Fortschritt soll die Patientenversorgung optimieren. Um einen möglichen Mehrwehrt generieren zu können, sind «neue» Kompetenzen gefragt. Digitale Kompetenzen sollen Pflegende befähigen die Digitalisierung bestmöglich im dynamischen Pflegealltag zu nutzen. Die Präsentation gibt Einblick in Kompetenzen, die Pflegende fit für die pflegerische Versorgung und Beziehungsgestaltung machen sollen, die zunehmend von digitalen Technologien geprägt sind.


2. Pflegeheimarchitektur - übersehener Faktor in der Arbeitsbelastung von Pflegenden?

Christine Merzeder, Paracelsus-Recovery


Korridore, zentrale Logistik: Küche, Wäscherei, weit verteilt. Architektur ist die unsichtbare Zusatzbelastung.
Pflegende passen sich an diese „Grauzone“ an, agieren als „Puffer“ zwischen Individualität der Bewohner und effizienter Institution. Zeit, Heimarchitektur neu zu denken und systematisch zu erforschen, um Arbeitsbelastung durch Architektur zu minimieren, idealerweise aber um Pflegearbeit zu unterstützen.


3. Klinikeigene Leitlinien zum Umgang mit trans Menschen

Eduard Felber, Psychiatrische Dienste Graubünden


Menschen deren Geschlechtsidentität, also das innere Wissen darüber welchem Geschlecht sie angehören, nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt, bezeichnet man als trans. Sie benötigen spezialisierte Behandlungsangebote, aber transnegative und transphobe Strukturen erschweren ihren Zugang zu solchen. Darum wurde eine Leitlinie entwickelt, deren Ziel es ist diese Strukturen so gut wie möglich zu eliminieren und ihnen so die bestmögliche Behandlung anzubieten.


4. Mangelernährung: Analyse der Strukturen und Prozesse

Leonie Kammer, Berner Fachhochschule


Im Umgang mit Mangelernährung sind klar definierte Strukturen und Prozesse Voraussetzungen für die Behandlung von Risikopatientinnen und -patienten. Mehrere Akutspitäler der Schweiz beteiligten sich 2018 an einer Querschnittserhebung zu Mangelernährung. Die Ergebnisse zeigen, dass unter anderem relevante Strukturen, wie die Verfügbarkeit eines Standards zu Mangelernährung, weitgehend fehlen. Im Kontext aktueller Guidelines werden mögliche Verbesserungspotenziale abgeleitet.

Panorama

Freie Mitteilungen: Palliative Care & Pflegequalität

Details


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Sauerstoff in der Palliative Care - Zeit zum Umdenken

Florian Fehlmann, LUNGE ZÜRICH


Die Applikation von Sauerstoff während Palliativsituationen ist häufig. Natürlich gibt es auch klare Indikationen. Der positive Einfluss auf schwere Symptome wie Dyspnoe ist aber fraglich. Neue Resultate geben sogar Hinweise, dass zusätzliche Probleme durch die Sauerstoffgabe auftreten können. Es stehen alternative, einfache und evaluierte Therapieformen zur Verfügung. Wie können diese in den Fokus gerückt werden? Eine Aufarbeitung anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit, Zweckmässigkeit, Wirksamkeit


2. Merkmale der geriatrischen Palliative Care

Elke Steudter, Careum Hochschule Gesundheit


Es bestehen Unterschiede in Theorie und praktischer Umsetzung auf dem Gebiet der geriatrischen Palliative Care. Dies führt zu Unsicherheit in der ambulanten und stationären Versorgung von alten und chronisch erkrankten Menschen. Das Referat zeigt, welche Merkmale die geriatrische Palliative Care aufweist, wie der palliative Ansatz in der pflegerischen Arbeit von alten Menschen integriert und das Gemeinsame von geriatrischer und palliativer Pflege zum Nutzen der Betroffenen umgesetzt werden kann.


3. Clinical Assessment (CA) Abdomen durch Pflegefachpersonen

Stephanie Heuerding, Klinik für Nephrologie & Hypertonie, Inselspital Bern


Das CA ist eine systematische, klinische Untersuchung von Patient*innen. Das Pflegefachpersonal der nephrologischen Klinik (Bettenstation) wurde darin geschult, das Abdomen gemäss einem standardisieren Verfahren zu untersuchen. Das Wohlbefinden und die Sicherheit der Patient*innen, sowie die Obstipationsprophylaxe stehen dabei im Zentrum. Zusätzlich wird aufgrund der gemeinsamen Fachsprache eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflegenden gefördert.


4. Checkliste Sicherheitsrundgänge zur Sturzprävention

Juliane Wenke-Zobler, Kantonsspital Aarau


Die Umgebungsprüfung ist ein wichtiger Bestandteil des multifaktoriellen Ansatzes zur Sturz- und Verletzungsprävention. Die Durchführung von Sicherheitsrundgängen erfolgt am Kantonsspital Aarau durch Fach-/Pflegeexperten, wenn Patienten mehrfach gestürzt sind oder sich verletzt haben. Mit den Ergebnissen der Sicherheitsrundgänge kann sich der Sicherheitsbeauftragte eine Übersicht über die aktuellen Probleme beschaffen und in Absprache mit der Pflege notwendige Massnahmen einleiten.


5. Evidenzbasierte Praxis (EBP) – Was geht mich das an?

Regina Sauer


Ist EBP nur ein Schlagwort und findet am Schreibtisch der akademischen Pflegefachpersonen statt? Oder ist es doch mehr und bringt mir als Pflegefachperson in der Praxis und letztendlich dem Patienten die notwendige Pflegequalität?
Nach einer kurzen Einführung möchten wir mit Ihnen anhand ganz konkreter Umsetzungsbeispiele der vier Unikliniken in Zürich diskutieren, wie vielfältig EBP aussehen kann, was es braucht damit sie in der Praxis gelebt werden kann und somit zu unserem Alltag wird.

14:30

Saalwechsel

14:45

Workshops & Sessions

Arena

SBK Vortrag

Aare

Let’s make better… Pflegeentwicklung Tag für Tag!

Details

Andrea Käppeli, Spital Muri/ Careum Hochschule Gesundheit Stephan Schärer, Spital Muri


Optimierung, Effizienzsteigerung und Fachkräftemangel begleiten den Pflegealltag wie Schatten. Je nach Blickwinkel werden unterschiedliche Potenziale erkennbar. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) beschreibt eine Haltung der Pflegeentwicklung um unbeleuchtete Winkel zu erhellen. Der Beitrag soll Lust wecken, neue Wege auszuprobieren, Optimieren fördern und Beteiligte an der Entwicklung von Lösungen einzubinden. Dies gehört zum KVP wie das systematische Nachverfolgen von Möglichkeiten.

Szenario

Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege

Details


Drei Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Qualität in der Anästhesie: Wie empfinden Patienten?

Ann Krauss, Kantonsspital Aarau AG


„Uns interessiert wie es ihnen im Zusammenhang mit der Anästhesie ergangen ist?“…. so starten wir jedes Gespräch. Mittels eines sehr differenzierten Fragebogens versuchen wir postoperativ in persönlich geführten Interviews das reale Empfinden unserer Patienten zu erfassen. Daraus gewonnene Erkenntnisse werten wir aus und leiten nach ausführlicher Diskussion mit verschiedenen Fachexperten entsprechende Massnahmen ein.


2. Sedation Practitioner – Die professionelle Sedation

Elena Camenzind, Universitätsklinik für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Inselspital Bern


80% der endoskopischen Eingriffe erfolgen unter Sedation, wobei diese in der Schweiz grösstenteils durch Pflegende durchgeführt wird. Manche Patienten weisen ein erhöhtes Risiko für einen Sedationszwischenfall auf. Im Rahmen einer Pilotstudie hat das Inselspital daher Pflegende in der Rolle als «Sedation Practition» befähigt, um die Versorgungsqualität zu steigern. Die quantitativen und qualitativen Ergebnisse des Projekts werden vorgestellt.


3. Freiheitseinschränkende Massnahmen auf der Intensivstation

Sandra Siegrist-Dreier, Berner Fachhochschule


Freiheitseinschränkende Massnahmen (FEM) werden, trotz mangelnder Evidenz für deren Wirksamkeit und dem Nachweis von potenziellen Folgeschäden, häufig auf Intensivpflegestationen (IPS) eingesetzt.
Aus der inhaltsanalytischen Analyse der Einzelinterviews mit acht Pflegepersonen der IPS zeigt sich, dass sich das Erleben und die Haltung der Pflegenden stark unterscheiden, was sich wiederum in der Verwendung von FEM und am Beispiel der Pflegequalität aufgezeigt lässt.

Panorama

Ethik - Suchtmittelkonsum älterer Menschen: Empfehlungen

Details

Suchterkrankungen und Abhängigkeiten im Alter nehmen zu. Pflegefachpersonen und das Umfeld stehen vor schwierigen Fragen, wenn es darum geht für alle vertretbare Kompromisse und tragfähige Lösungen zu finden, ohne dass moralische Normvorstellungen im Vordergrund stehen. Die Ethikkommission des SBK möchte zusammen mit dem Fachverband Sucht das Thema enttabuisieren und hat Anfang 2020 gemeinsame Empfehlungen herausgegeben. Diese werden auf Französisch und Deutsch vorgestellt und diskutiert.

15:30

Kaffeepause in der Ausstellung

16:00

Volksinitiative

16:30

Keynote 2

Arena

Lässt sich die Qualität der Pflege messen?

Lotti Orvelius, PhD, CCRN

Details


Lotti Orvelius, PhD, CCRN,

Abteilung für Intensivmedizin, klinische und experimentelle Medizin, Medizinische Fakultät der Universität Linköping / Universitätsklinik Linköping, Schweden

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Der subjektiv empfundene Gesundheitszustand eines Patienten (patient-reported outcome PRO) spielt innerhalb des Gesundheitswesens eine wichtige Rolle, um zu wissen, wie Patienten das Ergebnis einer Behandlung beurteilen. Gesundheitsleistungen haben zum Ziel, den Nutzen für die Gesundheit der Patienten zu erhöhen, und zwar sowohl im Hinblick auf die Beurteilung des Vorhandenseins und der Schwere einer Krankheit als auch darauf, wie Patienten ihre Gesundheit einschätzen. Die Ergebnisse der Gesundheitsleistungen müssen daher folgende zwei Aspekte berücksichtigen: klinische Beobachtungen, Labormassnahmen und andere Untersuchungen einerseits sowie Einschätzungen der Patienten in Bezug auf ihr körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden und ihre funktionelle Fähigkeit andererseits.

Auch wenn Angehörige der Gesundheitsberufe ihre Patienten regelmässig nach ihrem Wohlbefinden fragen, werden PROs noch immer nicht so ausführlich dokumentiert wie die herkömmlichen medizinischen Ergebnisse. 

Patient-reported outcome measures (PROMs) sind Massnahmen, mit denen die Einschätzungen der Patienten über die Wirkung einer Behandlung systematisch dokumentiert werden können. Diese Informationen helfen uns, unerfüllte Bedürfnisse zu identifizieren.

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17:45

Apéro in der Ausstellung

Programm Freitag, 8. Mai

08:00

Türöffnung / Willkommenskaffee

09:00

Begrüssung

09:15

Keynote 3

Arena

Partizipatienten: Nicht für sondern MIT Patienten arbeiten!

Manuela Eicher / Christine Bienvenu

Details


Diese Keynote wird von zwei Rednern gestaltet:


Manuela Eicher, MScN, PhD:

Assoziierte Professorin und Verantwortliche für Pflegeforschung und –entwicklung, Universitätsinstitut für Lehre und Forschung in Versorgungswissenschaften-IUFRS und Departement für Onkologie, Universität Lausanne und Universitätsspital Lausanne


Christine Bienvenu, Spezialistin für Social Media und ePatients und Projekt im Bereich digitale Gesundheit in der Pharmazie


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Personenzentrierte Gesundheitsversorgung ist in aller Munde. Dies ist nichts Neues für die Pflege. Theoretisch ist eine patientenzentrierte Pflege seit Florence Nightingale Standard. Christine Bienvenu zählt sich zu den sogenannten «empowered patients», Manuela Eicher ist Pflegefachperson und forscht in der Onkologiepflege. Seit Jahren engagieren sich beide um die Pflege und Gesundheitsversorgung von Menschen, die von Krebs betroffen sind zu verbessern – jede mit ihrer Expertise. Dieses Engagement umfasst Aktivitäten in Patientenorganisationen, in der Aus- und Weiterbildung, in den Medien, in der Praxis, in der Forschung. Gemeinsam werden sie einen Einblick in Beispiele aus ihrem Alltag geben um zu veranschaulichen wie die Pflege der Zukunft ihren Wurzeln gerecht bleiben kann, indem sie mit und nicht für die Patienten arbeitet.

10:30

Kaffeepause in der Ausstellung

11:00

Sessions

Arena

Klima

Szenario

Session Freie Mitteilungen II: Akut & Nephro & Berufspolitik

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Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Riskanter Alkoholkonsum  – Kurzintervention im Akutspital

Anke Weise, Careum Hochschule Gesundheit


Alkoholkonsum gehört in der Schweiz zur Lebenskultur. Etwa ein Fünftel der Bevölkerung trinkt jedoch zu oft, zu viel oder zu unpassenden Gelegenheiten. Damit gehen erhebliche gesundheitliche Risiken einher. Zur Prävention stehen wirksame Instrumente zu Früherkennung und Beratung zur Verfügung, die auch durch Pflegefachpersonen genutzt werden können. Vor allem im Akutspital werden sie jedoch selten eingesetzt. Wie kann die Umsetzung wirksamer pflegerischer Massnahmen gelingen?


2. Prävention, Erkennung & Behandlung eines Nichtentzugs-Delirs

Isabelle Barbezat, Inselspital, Universitätsspital Bern


Das Delir betrifft bis 65% der hospitalisierten Personen. Mit einem strukturierten, evidenzbasierten Delirmanagement im interprofessionellen und -disziplinären Team können die negativen Folgen und die hohe Belastung positiv beeinflusst werden. Deshalb erstellte die Arbeitsgruppe Delir, Insel Gruppe, ein evidenzbasiertes handlungsleitendes Dokument (EHD). Zusätzlich wurden Hilfsmittel für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen entwickelt. Dies sind die Grundlagen für ein fundiertes Delirmanagement.


3. «The Power of Sour»

Nicole Warmann, Kantosspital Aarau AG


Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) werden weltweit immer häufiger eingesetzt. Um PPI-assoziierte Nebenwirkungen zu verhindern, lancierten wir eine Interventionsstudie. Mittels Change Management konnte eine relevante Reduktion des PPI-Konsums erzielt werden. Die Baseline waren 36% der Patienten mit PPI. Am Ende der Studie konnte die Verordnungsrate auf 28.8% gesenkt werden. Die PPI-Tage pro Behandlungstage von 36.8% auf 28.1%.


4. Nephrologische Pflege im Wandel der Zeit

Ursula Dietrich, Inselspital Bern


Pflegende auf nephrologischen Stationen haben ihren Arbeitsbereich in den vergangenen Jahren immer mehr zur einem eigenständigen Fachbereich entwickelt. Davon profitieren nierenkranke Patienten, welche häufig eine komplexe Pflege benötigen. Chron. Nierenerkrankungen stellen weltweit ein zunehmendes Gesundheitsproblem dar und betreffen über 10% der Schweizer Bevölkerung. Der technische Fortschritt hat grosse Fortschritte gemacht – und wie hat sich die nephrologische Pflege verändert?


5. Gelebte Berufspolitik ausserhalb des Schulzimmers!

Karin Gäumann-Felix, BBZ Olten, Höhere Fachschule Pflege


Auch wir feiern ein Jubiläum! Kein 200. Geburtstag, aber doch das 10. Mal in Folge aktiv zusammen mit unseren Studierenden am SBK-Kongress. Tauchen Sie ein in einen spannenden Rückblick auf 10 Jahre berufs- und gesundheitspolitische Aktivitäten unserer HF-Studierenden. Sei es am Tag der Pflege, am SBK-Kongress oder am Aktionstag «für eine starke Pflege»: unsere Studierenden sind mittendrin und mit riesigem Engagement dabei. Gelebte Berufspolitik – sogar verewigt in einem Zeitschriftenartikel!

Aare

Spitex und Langzeitpflege

Details

Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Die Lebenswelt von Bewohnenden aus zwei Altersheimen

Rahel Röösli, Berner Fachhochschule


Aufgrund des Fachkräftemangels müssen pflegerische Tätigkeiten rationiert werden. Dabei werden die Bewohnenden in ihrer Selbständigkeit wenig unterstützt, wodurch ihre Lebenswelt eingeschränkt wird.
Sechs qualitativ-narrative Interviews mit Bewohnenden aus zwei Altersheimen wurden in Anlehnung an die interpretative phänomenologische Analyse analysiert. Die Ergebnisse geben verschiedene Einblicke in die Lebenswelten der Bewohnenden und zeigen deren Sichtweisen auf die Arbeitswelt der Pflegenden.


2. Überprüfung von Qualitätsindikatoren der Spitex-Pflege

Aylin Wagner, ZHAW Departement Gesundheit, Institut für Gesundheitswissenschaften


Das Ziel der Studie war die Überprüfung von auf dem Resident Assessment Instrument-Home Care basierenden Qualitätsindikatoren (QI) für die Spitex-Pflege. Pflegefachpersonen der ambulanten Pflege wurden in Fokusgruppen mittels der Nominalen Gruppentechnik befragt. Sie bewerteten die Relevanz, Beeinflussbarkeit und Praktikabilität von 18 potentiellen QI. Dabei wurden 7 von 18 QI aus Sicht der Praxis als geeignet für die Messung der Qualität der Spitex-Pflege in der Schweiz beurteilt.


3. Pflegegeleiteten Versorgungsmodell in der Langzeitpflege

Hans-Christian Schuster, Viva Luzern AG


Durch den Einsatz von Expertinnen und Organisationsmassnahmen kann bei zunehmender Komplexität die Qualität gesichert werden. Die Uni Basel hat im Projekt INTERCARE ein Modell entwickelt, das die Viva Luzern umgesetzt hat. Zusammen wurden geriatrische Expertinnen ausgebildet und mit Werkzeugen ausgestattet, die klinische Fachführung ermöglichen, Spitaleinweisungen reduzieren und die interprofessionelle Ausrichtung stärken. Projekterfahrungen werden aus Sicht der Leitung/Expertise geschildert.


4. Umsetzung des Pflegeprozesses in der Spitex

Esther Bättig, Spitex Schweiz


Mit standardisierten Instrumenten und gemeinsamer Fachsprache lässt sich pflegerisches Handeln entlang des Pflegeprozesses darstellen. Im Spitex-Setting werden für die Bedarfsabklärung inter-RAI-Instrumente angewendet, die mit der Abklärungszusammenfassung den Pflegediagnose-Prozess unterstützen. Die Daten der standardisierten interRAI-Instrumente bilden die Basis für die individuelle Pflege und ermöglichen gleichzeitig Aussagen zum Klienten-Profil bis hin zur Pflegequalität.


5. Erfahrungsbericht Entwicklung der APN-Rolle in der Spitex

Claudia Siebenhaar, Spitex Zürich Sihl


Im Projekt CASE (Coordinated APN (Advanced Practice Nurse) - Support for the Elderly) haben Pflegefachpersonen mit Abschluss Master of Science in Nursing die APN-Rolle für die Unterstützung von älteren, zuhause lebenden Menschen mit chronischen Erkrankungen und kognitiven Beeinträchtigungen entwickelt und eine interprofessionelle Kooperation zwischen APN und HausärztInnen verschiedener Arztpraxen etabliert. Im Impulsreferat wird von Erfolgen und Hindernissen berichtet.

Panorama

Nouveaux roles

Details

nur auf Französisch


Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Pratique infirmière en médecine légale: état des lieux

Virginie Casellini-Le Fort, CHUV


La pratique infirmière en médecine légale suscite un réel intérêt. L’Unité de médecine des violences au CHUV où la prise en charge médico-légale des victimes de violence repose sur une complémentarité médico-infirmière, a mené sur mandat de la Société Suisse de Médecine Légale, un état des lieux de cette pratique. Il démontre des orientations différentes en fonction des cantons. Sur cette base, des perspectives de développement de cette discipline sont présentées pour le contexte national.


2. Implémentation d’une nouvelle philosophie de soins

Gora Da Rocha, HES-SO Genève


Présentation de la démarche menée auprès des infirmier-e-s scolaires et petite enfance vaudois-es pour identifier une philosophie de soins enrichissant  leur pratique. Les diverses étapes du processus, formation, revue de littérature, supervision ainsi que la mise en route d’une étude mixte pré-post intervention seront décrites. L’objectif de cette démarche vise la plus-value de l’implémentation d’une philosophie de soins dans la pratique.


3. Patient-e-s renonçant aux soins: quel rôle infirmier?

Blaise Guinchard, Institut et Haute Ecole de la Santé La Source


Malgré sa couverture universelle des soins, le système de santé suisse est confronté à un nombre grandissant de personnes qui peinent à accéder aux soins. Elles doivent alors renoncer à des soins dont elles auraient besoin, faute de moyens financiers. C’est leur réalité qui sera présentée dans cette contribution sur la base des résultats de deux recherches menées dans le canton de Vaud. L’accent sera mis sur le rôle des infirmières venant soutenir ces patient-e-s en situations de vulnérabilité.


4. Rôle infirmier essentiel dans la médecine complémentaire

Geneviève Lavanchy, ISMAC


Le recours des patients aux thérapies complémentaires est toujours croissant mais beaucoup trop souvent caché aux équipes soignantes, occasionnant parfois des risques majeurs pour la prise en soins. Comment le rôle infirmier doit se questionner, s’adapter et se former pour répondre à cette évolution et intégrer le meilleur de la médecine conventionnelle et celui des thérapies complémentaires prouvées scientifiquement dans le projet thérapeutique ?


5. L’aromathérapie en unité de soin

Leandro Santos Ribeiro, eHnv - Établissements Hospitaliers du Nord Vaudois


Les huiles essentielles (HE) ont des bénéfices (l’agitation, le sommeil et la douleur): la médecine intégrative répond aux besoins des hôpitaux et améliore la qualité des soins. Selon la méthodologie de Lescarbeau, la direction des soins a mandaté le cadre de proximité pour conduire le projet. Les objectifs: améliorer le confort et la qualité de vie des patients gériatriques et en fin de vie; promouvoir le rôle des ASSC et utiliser les HE dans les soins de base.


12:15

Mittagspause in der Ausstellung

13:15

Sessions

Arena

Management

Details

Fünf Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Outcome von pflegerischem Case Management im Akutspital

Jana Leuzinger, Kantonsspital Graubünden


Die alternde, chronisch kranke Schweizer Bevölkerung fordert das Gesundheitssystem zunehmend. Ein möglicher Lösungsansatz stellt Case Management dar, der bereits vereinzelt umgesetzt wird. Case Management hat grosses Potenzial als Wegweiser im Labyrinth von Gesundheitsdienstleistungen die richtigen Angebote zu finden und zu vermitteln. Forschungsergebnisse weisen bezüglich Kosteneffizienz, Rehospitalisationsquote, Hospitalisationstage und Zufriedenheit auf positive Outcomes in Akutspitälern hin.


2. Interprofessionelle Anamnese- eine Chance?

Kathrin Hillewerth, Spital Zollikerberg


Die interprofessionelle Zusammenarbeit im Akutspital, ist in den letzten Jahren in den Fokus gerückt. Gleichzeitig besteht keine einheitliche Definition, was unter interprofessioneller Zusammenarbeit zu verstehen ist (Atzeni, Schmitz, & Berchtold, 2017). Mit einer qualitativen Begleitforschung wurden die Auswirkungen eines interprofessionellen Praxisprojektes beleuchtet das zum Ziel hat, eine interprofessionelle Anamnese im elektronischen Klinikinformationssystem für Pflegefachpersonen und Ärzt(innen) zu integrieren.


3. Case Management Akutspital-Begleitung komplexer Situationen

Susanne Lanz, Hirslanden Klinik St. Anna


In der Klinik St. Anna wird Case Management definiert als bedarfsentsprechende Unterstützung, Begleitung und Versorgung von (medizinisch, pflegerisch, sozial) komplexen Patienten. Ziele sind:
-Steigerung der Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit durch guten Informationsfluss, Koordination und frühzeitige Austrittsplanung
-Verweildaueroptimierung und Rehospitalisationen vermeiden
Case Management lohnt sich multiperspektivisch und stellt den Patient in den Mittelpunkt.


4. Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität im Pflegeberuf

René Schaffert, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW


Um Pflegende länger im Beruf zu halten, interessieren auch deren beruflichen Wertvorstellungen. Erkenntnisse dazu liefert eine Längsschnittstudie mit Befragungen beim Berufseinstieg und sechs Jahre danach. Nach einigen Jahren Berufserfahrungen gewichten die Befragten Aspekte der Work-Life Balance stärker als beim Berufseinstieg. Weiter zeigt sich bei diesen Aspekten sowie beim Lohn eine negative Diskrepanz zwischen der beruflichen Realität und den beruflichen Wertvorstellungen der Pflegenden.


5. Une nécessaire revalorisation des soins infirmiers

Zeynep Ersan Berdoz, Swiss Medical Network


Der deutsche Abstract folgt in Kürze.
Szenario

Infektionsprävention

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Vier Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Hygiene in der Pädiatrie: Was ist anders?

Yvonne Strässle, Universität-Kinderspital Zürich


Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und auch die Hygienemassnahmen müssen in der Pädiatrie angepasst werden. Im Vortrag wird anhand von Fallbeispielen aufgezeigt, wie Standardhygienemassnahmen bei Kindern umgesetzt werden, weshalb Kinder häufiger als Erwachsene isoliert werden und welche Massnahmen in der Infektionsprävention für Eltern und Geschwister gelten.


2. Handschuhe als Schutz vor Infektionen - Mythen und Fakten

Martin R. Fröhlich, Kantonsspital Aarau AG


Nicht-sterile Handschuhe aus Latex, Vinyl oder Nitril gehören zum Alltag in pflegerischen Einrichtungen. Um das Tragen von Handschuhen ranken sich verschiedene Mythen, denen im Rahmen eines Vortrags Fakten in Form wissenschaftlicher Evidez gegenübergestellt werden sollen.


3. Gebündelt gegen spitalerworbene Pneumonien – es wirkt!

Mirjam Faes Hesse, UniversitätsSpital Zürich


Spitalerworbene Pneumonien bei nicht beatmeten Patienten, sogenannte non-ventilator-associated hospital-acquired pneumonia (nvHAP), gehören zu den häufigsten spitalerworbenen Infektionen. Trotzdem ging diese Infektion bisher quasi vergessen. Wir haben interprofessionell ein Bündel an nvHAP Präventionsmassnahmen entwickelt und implementieren dieses zurzeit im Universitätsspital Zürich auf verschiedenen Kliniken. Erste Erfolge lassen sich konstatieren.


4. Multiresistente Erreger (MRE) in der Langzeitpflege

Beate Müller-Steiert, Kantonsspital Aarau; Spitalhygiene


Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) stellen eine zunehmende Bedrohung dar. Inzidenzen von VRE, sowie von Methicillin Resistentem Staphylokokkus Aureus (MRSA) in Pflegeeinrichtungen ist unbekannt. Bewohner weisen oft Risikofaktoren auf, die MRE begünstigen. Im Akutbereich bestehen Isolationspflicht. Im Pflegebereich dürfen tägliche Aktivitäten aber nicht massgeblich eingeschränkt werden. Standardhygiene bilden die Basis als Schutz vor Übertragungen auf weitere Bewohner und auf das Personal.

Aare

Patientenautonomie / Patientenqualität

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Vier Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Partizipatives Caring fördert die Pflegequalität

Marianne Schärli, Careum Hochschule


Beschleunigte Prozesse und komplexe Situationen sind Alltag in den Spitälern. Wie Caring erhalten und Noncaring verhindert werden kann, wurde in 24 Beobachtungssequenzen und 36 Interviews untersucht. Patienten beobachteten Zeitdruck und hohe Anforderungen an Pflegende. Sie wünschten ein gemeinsames Vorgehen zur Lösungssuche, zudem Menschlichkeit. Das Partizipative Caring erweitert die Caring-Prozesse um die Partizipation von Patienten. Dies bedingt eine bewusste Gestaltung der Einflussfaktoren.


2. Hilfe zur Selbsthilfe mit den Symptom Navi

Ernst Näf, Solothurner Spitäler


Menschen mit einer Krebserkrankung sind oft von therapie- oder krankheitsbedingten Symptomen betroffen. Das Symptom-Navi-Programm unterstützt das Selbstmanagement dieser Symptome. Das Programm besteht aus evidenzbasierten Informationen zu zurzeit sechzehn Symptomen in Form von gedruckten Flyern oder einer elektronischen Version. Ein Schulungskonzept zur Gesprächsführung bei Abgabe der Flyer ist Teil des Programms. Das Referat umreisst Form, Inhalt, Entwicklung und Zugang zum Programm.


3. PCOA zur Förderung des Selbstmanagements

Luzia Vetter, Luzerner Kantonsspital Anästhesiepflege


Patienten müssen bei Spitalaustritt ihre postoperativen Schmerzen selbständig therapieren. Das Social Communication Model of Pain zeigt, dass verschiedene Faktoren einen Einfluss auf die Schmerzerfahrung und Schmerztherapie des Patienten haben. Die perorale patientenkontrollierte Analgesie (PCOA) als Reservemedikation gibt den Patienten die Möglichkeit, eine aktive Rolle in der Schmerztherapie zu übernehmen. Selbstmanagement: PCOA soll durch die Pflege eigenständig verordnet und erläutert werden.


4. Die Inhalation - Stolpersteine einer alltäglichen Therapie

Florian Fehlmann, LUNGE ZÜRICH


Respiratorische Erkrankungen sind häufig und bringen grosse Herausforderungen für die Pflege mit sich. Z.B. schwer kontrollierbare Symptome wie Dyspnoe, Husten oder das Problem von viskösem Sputum. Pflegefachpersonen beschäftigen sich intensiv damit diese Phänomene und Symptome zu adressieren. Doch die Inhalationstherapie und der Umgang mit den verschiedenen Devices wurde bislang vernachlässigt. Instruktion und Beratung sind aber zentral und liegen im Kompetenzbereich von Pflegefachpersonen.

Panorama

Neurorehabilitation und Patientenumgang

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Vier Impulsreferate mit anschliessender Frage- und Diskussionsrunde


1. Pflegemodell als roter Faden im Pflegeprozess

Christine Vincenzi, REHAB Basel - Klinik für Neurorehabilitation und Paraplegiologie


Menschen in der Neurorehabilitation sind mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Die Komplexität von Verletzungen oder Erkrankungen und deren Folgen bedingt eine individuelle Betreuung und Begleitung. Eine kluge Verwendung des Pflegeprozesses ist unabdingbar. Die Strukturierung der einzelnen Schritte nach einem Pflegemodell unterstützt eine effektive Planung und Überprüfung pflegerischer Leistungen. Dies wird anhand der Schritte Informationssammlung und Pflegeplanung demonstriert.


2. Umgang mit Verhaltensstörungen in der Neurorehabilitation

Caroline Kunz, Universitäre Akut-Neurorehabilitation, Inselspital


Der Umgang mit PatientenInnen, welche nach einem Schädelhirntrauma eine Verhaltensstörung aufweisen, ist herausfordernd für die Rehabilitation. Es bedarf individuell zugeschnittener Interventionen und klinische Achtsamkeit zur Beobachtung und Erkennung von Verhaltensstörungen. Hohes Fachwissen beeinflusst die Rehabilitation positiv. Die Kombination von selbstregulierenden, metakognitiven Strategien sowie die Nutzung von Objekten oder Hinweisen aus der Umgebung haben sich als förderlich erwiesen.


3. Schlucktherapie als Rolle der neurorehabilitativen Pflege

Kathrin Hirter, Akut-Neurorehabilitation, Inselspital, Universitätsspital Bern


Menschen mit Gehirnverletzungen können oft nicht mehr normal schlucken. Dies birgt Gefahren wie Aspiration, Malnutrition und sozialer Rückzug in sich. Auf Dysphagie spezialisiert ausgebildete Pflegende führen die Schluckabklärung und -therapie mit dem Ziel der frühen Dekanülierung und des Wiedererlangens der Ess- und Trinkfähigkeit durch. Die Attraktivität und Herausforderungen dieser Rolle und das Erleben von Betroffenen werden mittels Theorie und Fallbeispielen aus der Praxis diskutiert.


4. Professionelles Agressionsmanagement im Alltag

Beatrice Widmer, Stadt Zürich Schulungszentrum Gesundheit SGZ


Die Konfrontation mit Beschimpfungen und anderem herausforderndem Verhalten, sind im Pflegealltag fortwährend anzutreffen. Bei vielen Mitarbeitenden ist die Hemmschwelle immer noch gross, um über diesbezügliche Erlebnisse zu sprechen. Die Endtabuisierung vom heiklen Thema „Aggressionen im Gesundheitswesen“ ist noch nicht erreicht. Dennoch ist die „Null-Toleranz“ anzustreben. Die Mitarbeitenden brauchen Handlungsinstrumente zur Prävention und Deeskalation. Die PZZ hat den Handlungsbedarf erkannt.

14:30

Saalwechsel

14:45

Workshops & Sessions

Arena

SBK Vortrag

Szenario

Workshop: Selbständigkeit fördern bei Sehbeeinträchtigung im Alter

Details

Judith Wildi, KSiA Kompetenzzentrum für Sehbehinderung im Alter


Der Workshop führt vom gar nicht so selbstverständlichen Erkennen von Sehbeeinträchtigung und der Gefahr der Fehlinterpretation Demenz zu konkreten pflegerischen Massnahmen für die Verbesserung der physischen, psychischen und psychosozialen Situation der Betroffenen. Dabei lernen Sie Phänomene wie das Filling-in kennen, gewinnen eine Übersicht über die weitreichenden Folgen auf verschiedene pflegerelevante Bereiche und erhalten Einblick in das Fokus-Assessment Sehbeeinträchtigung.

Aare

Non-Adhärenz (im Alter): wie begegnen wir diesem Phänomen?

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Immer mehr Menschen leiden an nicht übertragbaren Krankheiten. Für Pflegefachpersonen ist es zentral, ihr Selbstmanagement zu fördern, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken und ihre Selbstbestimmung zu respektieren. Dies trägt dazu bei, ihre Adhärenz zu verbessern. In der Praxis wird Non-Adhärenz unterschiedlich erlebt. Im Workshop erarbeiten die Teilnehmenden Faktoren, um die Adhärenz von Menschen zu stärken. Fachwissen wird mit Handlungskompetenzen verbunden und als Übersicht zusammengestellt.
Panorama

Equipe mobile, confinement 0 en psychiatrie: il est possible!

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Psychiatrie Kommission


Durch den Einsatz des mobilen Teams im Tessin am OSC ist es möglich, psychiatrische Patienten auch in der Akutphase qualitativ hochwertig zu behandeln, ohne körperlich freiheitsbeschränkende Massnahmen. Die Vorteile dieses Ansatzes sind eine effizientere Beziehung, eine positive Pflegeerfahrung, bessere Compliance und eine stärkere therapeutische Verbindung. Das Team besteht aus spezialisierten psychiatrischen Pflegefachpersonen, die in Krisensituationen an der Seite des Behandlungsteams eingreifen und Sicherheit und Vertrauen schaffen.

15:30

Kaffeepause in der Ausstellung

16:00

Preisverleihung

16:30

Keynote 4

Arena

Im "Year of the Nurse" die Welt gesund pflegen

Annette Kennedy, ICN Präsidentin

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Annette Kennedy, Präsidentin des International Council of Nurses (ICN)

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Der Mangel an Pflegefachpersonen führt dazu, dass die Gesundheitsversorgung künftig nicht mehr gewährleistet werden kann. Mit dem «International Year of the nurse and the midwife» gibt die WHO ein wichtiges Signal für die bedeutende Rolle, welche die Pflege für die Weltgesundheit spielt. Gleichzeitig warnt sie vor den Folgen eines Fachkräftemangels – bis 2030 wird ein Defizit von neun Millionen Pflegefachfrauen und -fachmännern prognostiziert. Im Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag von Florence Nightingale zum 200. Mal. Auch das ist ein Grund, den Pflegeberuf ins Rampenlicht zu stellen, zu fördern und entscheidende Themen wie die Ausbildung zusätzlicher Pflegefachpersonen, die Erhöhung der Berufsverweildauer, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und angemessene Lohn- und Arbeitsbedingungen zu thematisieren. Der International Council of Nurses (ICN) hat sich – zusammen mit nationalen Pflegeverbänden und wichtigen Pflege- und Gesundheitsorganisationen – 2020 zum Ziel gesetzt, Veränderungen zu bewirken, das Berufsprofil in der Öffentlichkeit zu schärfen und den beruflichen Status jetzt und in Zukunft zu stärken. Zahlreiche Veranstaltungen sollen dafür sorgen, dass die Pflege endlich als das anerkannt wird, was sie ist: unerlässlich für die Gesundheit der Weltbevölkerung und der lohnendste Job auf der Welt.

17:45

Kongressende

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